Mann sein in der neuen Zeit

Entwurf:

1. Mann sein: Was bedeutet das heute für mich?

   Ja, was bedeutet für mich Mann zu sein? Erst mal eine irrsinnige Freude zu spüren hier auf der Erde zu sein und nach über 60 Jahren heute zu spüren, in meinem Körper und mit beiden Füßen in der Erde verwurzelt zu sein. Es ist eine Lebensgefühl, verbunden mit einem Körpergefühl, mich und meinen Körper zu spüren, zu spüren, wie jede Faser, jede Zelle in mir, mit Leben, Energie und Kraft sich füllt. Den Bodenkontakt zu spüren, die Wurzeln zu spüren, die in meiner Vorstellung weit, sehr weit in die Erdenmitte reichen. Mich zu spüren, mich richtig zu spüren, zu spüren, dass ich richtig bin, so wie ich bin, ohne wenn und aber. Von diesem  Punkt aus gehe ich ins Leben und treffe Entscheidungen für oder gegen etwas, zu meinem Wohle, zum Wohle meiner Mitmenschen und zum Wohle des Universums. Ich bin Teil des großen Ganzen und gleichzeitig frei, frei in meinen Entscheidungen. Von einem kann ich mich allerdings nicht befreien, von der Verantwortung für mein Denken und Handeln. Voll und ganz übernehme ich Verantwortung für mein Sein, für mein Sein auf dieser Erde, für mein Menschsein und Mann sein. Es gibt kein Verstecken, kein Ablehnen von Verantwortung, von Verantwortung, die ich zu verantworten habe. Das trifft zu, für alles was ich mir in mein Leben ziehe, für Alles zu dem ich ja oder nein sage. Ich bin als Mensch hier, ausgestattet mit einem freien Willen, frei ohne Einschränkungen. Es sei denn, ich schränke mich selbst ein. Jede Einschränkung unterliegt meiner Entscheidung. Nichts muss ich tun, was ich nicht tun will, vielleicht nicht mal atmen, wenn ich nicht will. 04.03.2019

 

Was ist zu tun als Mann, zu tun um Mann zu sein, ganz Mann. Es klingt einfach. Mit aufrechtem Haupt seinen Weg gehen, zielgerichtet, achtsam mit sich selber und in tiefer Liebe zu sich und zum Sein. Mit aufrechtem Haupt heißt immer gut mit dem Kanal zur geistigen Welt, einem wichtigen Aspekt des Seins, verbunden zu sein. Das geht nun einmal am besten in einer inneren und äußeren Haltung. Unbeeindruckt von den äußeren Widrigkeiten geht der Mann seinen Weg, erst mal unabhängig von einer Frau oder seiner anderen Umgebung. Er folgt einem Thema, das er sich vor seiner Geburt vorgenommen hat und ihn auch meist schon über viele Inkarnationen begleitet. Dabei geht es weniger um Besitz oder ähnlichen profane Beweggründe, als um sogenannte hehre Ziele. Zum Beispiel einen Beitrag zur Evolution von Bewusstsein und Bewusstheit leisten oder zu neuen Erkenntnissen des irdischen Seins beitragen oder, oder, oder. Diese Lebensaufgabe, die Berufung zu entdecken ist Sinn eines jeden Menschen. Das dann umzusetzen, in die Verwirklichung zu bringen, zu realisieren, in die Materie zu bringen, bedarf der Willenskraft und des beständigen Strebens. Die Verantwortung dafür trägt der  Mann alleine, ganz alleine. Er kann sich begleiten lassen und wird vom Leben unterstützt. Es liegt in seiner Entscheidung, er ist frei darin, es zu tun oder zu lassen. Und ich bin mir inzwischen sicher, das Leben prüft den Mann täglich, ob er noch auf seinem Weg unterwegs ist oder schon davon abgekommen ist. Versuchungen derer gibt es viele und gleichzeitig kann er immer wieder auf den Weg zurückfinden. Hört er mehr und mehr in sich hinein, spürt er wie weit oder wie nah er an seinem Weg sich vorwärts bewegt. Zeit ist eine irdische Erfindung und für das Universum und die Schöpfung wenig relevant. Geht er heute weiter auf seinem Weg oder kommt er erst in der nächsten Inkarnation wieder zurück spielt keine Rolle. 05.03.2019

 

Wie klar ist mir das Thema, das ich mir vor meiner Geburt vorgenommen habe?

 

Gut erinnere ich mich noch an den Heiligen Abend als kleiner Junge von vielleicht 3-6 Jahren. Das Fest der Liebe, wie es immer wieder genannt wird, war für mich das Höchste. An diesem Abend habe ich eine Liebe gespürt, ich habe damals eine Form von reiner Liebe gespürt, eine starke und tiefe Verbindung und Verbundenheit in und mit der Familie und mit allem. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon zwei größere Geschwister, zwei Brüder kamen später noch dazu. Die Wahrnehmung dieser Qualität von Liebe wurde von Jahr zu Jahr weniger und mit Beginn der Pubertät begann sich in mir ein Gefühl von Trauer und Enttäuschung breit zu machen. Über Jahrzehnte war ich immer wieder froh, wenn das Weihnachtsfest vorüber war. In meinem Denken hatte sich etwas festgesetzt. Wie kann ich das Feiern der Liebe mit all den Wahrnehmungen in meinem Umfeld unter einen Hut bringen? Und wo ist das Gefühl geblieben, wo ist meine Wahrnehmung der sogenannten reinen Liebe geblieben? Heute spüre ich sie wieder, die Liebe, die Liebe, die weit über eine persönliche Liebe hinausgeht und die persönliche Liebe mit einschließt und sie durchflutet. 04.04.2019

Vor über zehn Jahren, in meiner NLP- Ausbildung zum Practitioner, es ging um die Aussage zum Lebenssinn, begegnete mir zum ersten Mal der Begriff Lichtarbeiter und Träger des Lichts. Ein paar Jahre später, in den Seminaren "Medialität als Weg", hieß es immer wieder, wir sind Licht und Liebe. Heute habe ich so ein Gefühl, es geht für mich darum, mich der Liebe, der allumfassenden Liebe zu öffnen. Ist es meine Berufung, über dieses Wissen und meine Lebenserfahrungen zu schreiben, zu sprechen und in die Welt zu tragen? Dabei fühle ich noch eine gewisse Unsicherheit und die Angst, ich könnte mir das Ganze nur einbilden. Nichtsdestotrotz, gehe ich meinen Weg weiter und weiter und folge immer öfters meiner Intuition. Dabei fühlt es sich leicht und stimmig an. Das mit der bedingungslosen Hingabe will mein Verstand noch verhindern. Meine stetigen Überprüfungen beschäftigen meinen Verstand. Damit gehe ich langsam, Schritt für Schritt meinen Weg. Ich gehe auch immer wieder Schritte zurück, hole mir Zuversicht in mir selbst, um dann mit Dankbarkeit voranzuschreiten. 06.04.2019

Sich für einen Weg, für seinen Weg entscheiden, ist eine essentielle  Aufgabe des Mannes, unabhängig von äußeren Einflüssen. Nur, wie finde ich meinen Weg und wie kann ich mir sicher sein, wie kann es mein Verstand erfassen diesen meinen Weg gefunden zu haben? In früheren Jahren bei den Germanen oder den Indianern wurden die jungen Männer von den Alten initiiert. Sie wurden unter anderem in die Natur geschickt und bei der Visionssuche begleitet und angeleitet. Heute werden in der Regel in unserer westlichen Welt im Allgemeinen keinerlei Rituale mehr für Männer geboten, die eine Entdeckung der sogenannten Bestimmung des einzelnen Mannes unterstützen kann. Immer öfters machen sich heute wieder vereinzelt Menschen dazu Gedanken und es sind Möglichkeiten entwickelt worden solche Initiationsprozesse zu durchleben. Woher kommen die Informationen bei diesen Prozessen und wie erlange ich meine Sicherheit, ja zum Ergebnis zu sagen? Und wie setze ich mein Erkenntnisse um? Was heißt das für meinen Alltag, für meine Lebenssituation? Will ich da wirklich was ändern, was ändern ohne völlig sicher zu sein, ja genau das ist mein Weg. Für mich war vor Jahren mein Bestimmungssatz mit dem ich in die Natur gegangen bin: „Ich bin der Mann, der langsam, Schritt für Schritt sein Leben lebt.“ Dieser Satz begleitet mich nun schon seit fast 12 Jahren. Habe ich meine Bestimmung, meine Berufung gefunden? Ja und nein. Eine Ahnung habe ich seit Jahren, Skepsis damit genau so lange. In verschiedenen Verfahrensweise überprüfe ich nun die vielen Jahre, kann das sein oder spinne ich mir da etwas zusammen? Egal ob bei Meditationen, Tantra-Workshops, beim Kartenlegen oder sonstigen Übungen kommen immer wieder gleiche oder ganz ähnliche Ergebnisse zustande. Nur mein Verstand mischt sich immer wieder ein, kann das wirklich sein? Und wie kann ich die Erkenntnisse in meinem Alltag umsetzen?  06.03.2019

Dann sag ich mir immer wieder, die Zeit dafür ist noch nicht gekommen, noch nicht reif. Alte Muster beginnen in mir zu arbeiten, Ängste steigen auf, Versagensängste, Angst nicht ernst genommen zu werden, ausgelacht zu werden, für verrückt erklärt zu werden. Welche Ängste sind es noch, die ich bewusst nicht wahrnehmen kann. Ah, da fällt mir noch eine Angst ein. Die scheint mir eh die größte Angst für uns Menschen zu sein, noch größer als die Angst vor dem Tod. Es ist die Angst in unsere volle Kraft zu gehen, unser volles Potential auszuschöpfen und es zu leben, es in die Welt zu bringen, ohne Ressentiment, mit Entschlossenheit, für Männer heißt dies aufrecht und zielgerichtet. Meist allerdings verursacht diese Entschlossenheit und die zielgerichtete männliche Vorgehensweise Irradiationen in im Umfeld. Es ist oft ein wichtiges Element, das bei der männlichen Vorgehensweise fehlt. Es ist die liebevolle Annahme seiner Kraft, seines Potentials und die liebevolle Umsetzung. Es ist ein großer, ein himmelweiter Unterschied ohne bewusste Liebe oder im Bewusstsein der Liebe zu handeln, zum Wohle von mir, zum Wohle meiner Umgebung und zum Wohle aller. Der Gegenüber und das persönliche Umfeld spürt in der Regel deutlich ob das Handeln des Mannes von seinem Ego gesteuert wird oder ob er sich für die Tiefe der Liebe geöffnet hat und aus ihr heraus handelt. Dabei geht es nicht um eine persönliche Liebe, es geht um die sogenannte universelle Liebe, dem Annehmen von allem was war, was ist und mal sein wird. Ohne Wertung, ohne Urteile, frei von Emotionen und Anhaftungen. Mann sein, so sein wie es in der neuen Zeit über kurz oder lang sein wird. 07.03.2019

 

Wie sehe ich heute mein Verhältnis zu dieser universellen Liebe?

 

 

Kann ich schon alles annehmen, was war, was ist und mal sein wird? Ohne Wertung, ohne Urteil, frei von Emotionen und Anhaftungen? Was ist, nehme ich heute erst mal wahr. Wobei mir völlig klar ist, dass das Wahrnehmen was ist, durch meinen persönlichen Filter geht und von mir in meine Welt, in meine Wahrheit integriert wird. Wir sind Menschen, Menschen auf dieser Welt, auf unserer Erde. Geprägt in unserer Kindheit, von den Eltern und unserem Umfeld habe ich mich vor Jahrzehnten auf den Weg gemacht, mich selbst zu finden. Heute stelle ich fest, beim Finden von mir selbst wird mir die Verbundenheit mit Allen mehr und mehr bewusst. Ich finde nicht nur das Glückskind Hermann Josef, nein ich finde das Universum, das Universum in mir. Das kosmische Spiel beginnt mir zu gefallen und ich schaue mit gespannter Gelassenheit auf das Leben, auf mein Leben, wie es auf mich zukommt, was es mir offenbart und beobachte dabei, was es mit mir macht. Ohne Wertung, ohne Urteil, frei von Emotionen und Anhaftungen sind schon eine andere Hausnummer. Sicherlich ist es mir in Meditationen möglich und in kurzen Augenblicken für mich wahrnehmbar, doch bin ich inzwischen zur Überzeugung gekommen, dass ich im Alltag, mit meinem funktionierendem Ego, im nächsten Atemzug sofort wieder mit der Auseinandersetzung mit meinen Wertungen, Urteilen, Emotionen und Anhaftungen konfrontiert bin. 07.04.2019

 

Der Mensch, der Mann wird in der neuen Zeit sich seiner bewusst, füllt sich mit Bewusstsein über sich und über das Menschsein und Mann sein. Er gibt sich bedingungslos in die Hingabe, in die Hingabe zu seinem Lebensthema, egal, was es auch für ein Thema ist. Es kann z. B. nur das Thema Dankbarkeit sein. Ich bin dankbar für alles was war, was gerade ist und was das Leben mir noch bringen wird. Bedingungslos in der Annahme und bedingungslos im anschließenden Handeln. Oder das Thema, in die Liebe gehen, Stolz ablegen, Verantwortung übernehmen. Oder das Thema Geld, ob immer zu wenig oder sehr viel, liegt auf der gleichen Ebene und kann sowohl in dem einen Extrem wie auch in dem anderen Extrem bearbeitet und erschlossen werden. Und welches Thema ist es bei mir? Hat es wirklich damit zu tun weiter Lehrer zu sein, etwas zu lehren von dem ich vieles weiß und im Leben angewendet habe und weiterhin in der Anwendung bin? Oder leg ich mich mal wieder selbst rein? Sitzt mein Ego mal wieder auf dem Kutschbock, an Stelle als Pferd die Kutsche zu ziehen, die von meinem Selbst oder höherem Selbst gesteuert wird. Und wo bleibt dabei mein Ich? Gerade das Ich bedarf einer besonderen Haltung auf unserer Erde. Sich seiner selbst sicher, klar und aufrecht. Und da bin ich wieder bei der inneren Haltung. Keiner gesellschaftlichen Moral, keiner Religion und keinem Mitmenschen verpflichtet, geht der Mann seinen Weg, sich seiner bewusst, bewusst in dem, was er denkt und wie er handelt. Sich selber verpflichtet und in voller Verantwortung sich selbst gegenüber und dem Wohle aller. Wir leben bereits im Paradies, es ist in uns und nicht außerhalb von uns und besonders nicht erst im Jenseits. Werden wir uns dessen bewusst, gehen wir gemeinsam, begleitet von uns selbst und begleitet von Mitmenschen in die Verantwortung als Mensch zu sein, wie er mal gedacht war, wie er von unserer Seele mitgedacht wurde. Wir müssen uns nicht neu erfinden, es geht um ein Erinnern, um das Freilegen von dem, was wir wirklich sind, um dann mehr und mehr unser in uns liegende Potential freizusetzen. Kompromisslos und entschlossen können wir diesen Weg mit offenem Herzen gehen, voranschreiten im Erkennen und im Bewusstsein der Liebe, der Urkraft, die alle und alles verbindet. 08.03.2019

 

Wann bin ich in meinem Leben zu der Erkenntnis gekommen bereits im Paradies zu leben und dass es in mir ist?

 

 

Diese Erkenntnis hat sich langsam und schleichend in mein Bewusstsein bewegt. Ich erinnere mich noch genau, es war nach einer großen Feier zum 50. Geburtstag eines sehr guten Freundes, vor fast 16 Jahren. Meine Schwester und ich sind in unserer Heimatgemeinde von der Feier nach Hause gegangen. Auf dem Weg habe ich mit meiner Schwester mal wieder ein tiefgründiges Gespräch geführt und die Frage aufgeworfen, ist es möglich, dass wir bereits im sogenannten und ersehnten Paradies leben und uns nur nicht dessen bewusst sind? In den dann kommenden Jahren bin ich durch tiefe Prozesse gegangen. Während eines 7 Wochen langer Aufenthalts in der psychosomatischen Klinik Heiligenfeld und einer langjährigen ambulanten Psychotherapie haben sich meine Erkenntnisse über mich und das Hiersein auf der Erde stabilisiert und ich habe mich damit ausgesöhnt. Parallel dazu habe ich verschiedene Seminare besucht. Immer wieder mit der Sehnsucht, mich selbst zu finden und den großen Fragen: Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Seins und welcher Sinn verbirgt sich im menschlichen Sein überhaupt? Heute bin ich mir der einen oder anderen Antwort bewusst, ich spüre und fühle sie in meinem Körper und prüfe das Erkennen weiterhin mit meinem Verstand, so begrenzt er auch sein mag. Wichtig ist mir immer wieder die Lebbarkeit der erkannten Lebensprinzipien in meinem Alltag. 08.04.2019

Mit der Liebe, dieser Urkraft und der nie versiegbaren Quelle in uns, mit dieser selbstlosen Liebe erinnern wir uns an das Menschsein, wie es mal gedacht und auch von unserer Seele mit erdacht war. Das neue und vermutlich noch nicht Dagewesene auf der Erde, ist das bewusste erfassen dieser Ur- und Lebenskraft und den Alltag zu leben mit dieser Erkenntnis. Im vollen Bewusstsein und großer Bewusstheit geht der Mensch, geht der Mann seinen Weg, lebt sein Leben und übernimmt Verantwortung für alles, was er denkt, handelt und was er gerade ist. Er kann jederzeit neue Entscheidungen treffen, vorwärts schreiten, stehen bleiben, sich zurück fallen lassen. Wir sind frei, frei in allem, ohne wenn und aber. Aus dem geistigen Aspekt heraus betrachtet, gibt es weder ein gut noch ein falsch, es ist, wie es ist und der Mann, wir haben die freie Entscheidung zum nächsten Atemzug, zum nächsten Schritt, egal in welche Richtung, nach links, nach rechts, nach vorne oder zurück. 10.03.2019

 

Die Urkraft in mir, die universelle Liebe, bedingungslos und ohne Ende?

 

 

Vermutlich habe ich Sie, wie jedes Neugeborene in den ersten Jahren meines Lebens klar gespürt. Bewusst wurde mir diese Urkraft erst viele Jahre später. Um die Jahre meines größten psychischen Zusammenbruchs 1987 habe ich begonnen mich damit bewusst auseinanderzusetzen.  Ein innerer Kampf, heute sehe ich es als innere Entwicklung, hat seinen Lauf genommen. In verschiedenen Settings konnte ich dieser Kraft immer wieder gewahr werden. Das Wissen darüber war da, das Erinnern hatte eingesetzt. Nur fühlen konnte ich es lange nicht richtig. Seit ein paar Jahren bin ich tantrisch unterwegs und fühle durch die damit verbundene intensive Körperarbeit mehr und mehr, wie das Wissen über die Urkraft, zu einem Erleben in mir und meinem Körper der Urkraft wird. 09.04.2019

 

2. Mann sein in der neuen Zeit

   Die wichtigen Eckpunkte, was Mann sein in der neuen Zeit bedeutet, habe ich bereits in den ersten Zeilen anklingen lassen. Seinen Weg zu gehen, seinen, weder den seines Vaters, noch den Weg eines Vorbildes oder den Weg, der ihm von seinem Umfeld scheinbar auferlegt wird. Es ist ein Weg, den jeder Mann nur selbst und im Prinzip nur alleine gehen kann. Dabei geht es nicht darum Einzelgänger zu sein, beileibe nicht. Seinen und nur seinen Weg zu gehen ist höchst individuell und im tiefsten Sinne auch höchst spirituell. Nur sich selbst verpflichtet und damit der Liebe, der Liebe in erster Linie zu sich selbst und damit zum Wohle aller, geht er seinen Lebensweg, wohl wissend begleitet zu sein, begleitet von seiner Seele und allen geistigen Kräften des Universums. Sich selbst immer wieder in Frage zu stellen und reflektierend sein Denken und Handeln in großer Achtsamkeit auszurichten ist Grundlage, um Sicherheit und Bewusstheit seines Seins zu erhalten. 11.03.2019

 

Nun, wie bin ich bisher meinen Weg, meinen Weg, der Weg eines Mannes gegangen?

 

Blicke ich auf die über 6 Jahrzehnte zurück, kann ich erkennen, wann und wo grundlegende und für mein Lebensweg entscheidende Stationen stattgefunden haben. Dabei fällt mir besonders eine Lebenssituation ein, bei der mir klar wurde, was es bedeutet das Steuerruder für mein Leben selbst in der Hand zu haben und damit „meinen Mann zu stehen“.

 

Seit 1987 habe ich einen Segelschein zum Besegeln von Küsten weltweit. Damals hatte ich mir vorgenommen mindesten 1.000 Seemeilen noch bei anderen Skippern mit zu segeln, bevor ich selbst die Verantwortung für das Führen eines Schiffes übernehmen wollte. Erst im Jahr 2010 war es dann soweit. Nachdem ich in den Jahren vorher unter anderem bei meinem ältesten Bruder mitgesegelt bin, haben wir die Zuständigkeiten getauscht und ich war zum ersten Mal verantwortlicher Skipper für ein 14 m-Schiff. Ich weiß noch genau, wann und wo ich den Entschluss gefasst habe, mich mit dem Gedanken eines eigenen hochseegeeigneten Schiffes zu beschäftigen. Vorher hatte ich bereits über 10 Jahren mit einem Nachbarn zusammen ein 6,6 m Boot auf dem Laggo Maggiore gesegelt. Der Gedanke für ein 12 m-Schiff begann im September 2012 in der Morgendämmerung an der Nordküste von Hvar in Kroatien Gestalt anzunehmen. Ich war eine Woche von Split aus mit meiner damaligen Männercrew unterwegs, vier Mann in einem Boot. Am Abend vorher mussten wir einen unsicheren Bojenplatz verlassen. Stärkerer Wind und dann noch auflandig hatte eingesetzt. Wir wurden bedrohlich nahe an die Felsenküste gedrückt und ich fällte die Entscheidung, Leinen los und raus aus der Bucht. Es war mein erster Nachttörn, für den ich verantwortlich war. In der Nacht ließ der Wind nach. Beim Morgengrauen ging die Crew in die Kojen. Ich selber fühlte mich noch fit und wollte meinen Co-Skipper und sehr guten Freund wecken, wenn Manöver anfallen sollten. Der Wind schlief völlig ein und mit Hilfe des Motors steuerte ich nun direkt den nächsten Zielhafen an. Dazu musste mindestens das Vorsegel geborgen werden. Ich ließ den Autopiloten arbeiten und begann alleine die Segel zu bergen. Das Gefühl alleine das Schiff führen zu können, war einschneidend für den Entschluss ein eigenes, größeres Segelboot zu erwerben.

 

Im Frühjahr 2014 erwarb ich das Segelboot „SCHNELLWIENIX“, eine Bavaria 38 Cruiser, Bj. 2005 in Aabenraa, Dänemark und überführe es ins Mittelmeer. Zielhafen war fürs erste eine Marina in der Nähe von San Remo, Italien. 10.04.2019

 

 

Über das Internet fand ich damals einen Co-Skipper für die gesamte Überführung. Trotz eines persönlichen Treffens und gemeinsamer Vorbereitungen, habe ich ihn in Shoreham, England aufgefordert das Schiff zu verlassen. Auch zwei Freunde hatten mich eine Woche von Cuxhaven aus unterstützt. Bis Brest, Frankreich kam Peter, ein Engländer, den ich im Hafen kennengelernt hatte, an Bord. In Brest erwartete ich einen meiner jüngeren Brüder. Er hatte bereits in seiner Kindheit das Segeln gelernt und auch schon an verschiedenen Törns im Mittelmeer teilgenommen. Es trieb mich weiter, ich wollte die Überführung unbedingt zügig fortsetzen. So liefen wir bereits zwei Tage später in Richtung La Coruna, Nordspanien aus. Wenn alles planmäßig lief, sollten wir die Nordwestecke von Spanien in 3-4 Tagen erreichen. Der Wetterbericht war soweit gut, nur an der Küste Spaniens war eine Starkwindzelle angesagt, die sich vom Westen nach Osten hin und her verschieben sollte. Die ersten zwei Tage hatten wir guten Wind. Der Wind drehte mit der Zeit immer mehr, sodass wir La Coruna direkt ansteuern konnten. Am dritten Tag lernte ich dann die Biskaya richtig kennen. Der Wind nahm stetig zu, mein Bruder lag mit kräftiger Seekrankheit in seiner Koje und ich reffte die Segel. Ich reffte die Segel, d. h. ich verkleinerte die Segelfläche, damit der Wind weniger Druck in die Segel und auf das Boot hatte. Mit doch zu wenig Erfahrung und alleine an Deck hatte ich den Zeitpunkt versäumt die Segelfläche für den sich aufbauenden Sturm weiter zu verkleinern. Der Wind nahm stetig zu und der Autopilot konnte nicht mehr schnell genug reagieren, sodass ich die nächsten Stunden das Steuerrad nicht mehr verlassen konnte. Auch das Meer, die Wellen begannen sich aufzubauen. Es waren wohl so drei bis vier Meter. Im Atlantik laufen die Wellen länger, sodass sie leichter abzureiten sind. Nun war es wichtig den Rhythmus für das Auf und Ab auf den Wellen zu finden. Die Segelfläche war einfach zu groß, ständig drehte das Schiff in den Böen in den Wind, mit dem Ruder war das kaum mehr auszugleichen. Inzwischen zeigte der Windmesser Windstärke 9 Beaufort an. Weiter Segelfläche zu reduzieren ging auch nicht, weil ich das Ruder nicht verlassen konnte. Das Schiff lief Gefahr quer zu schlagen, ein möglicher Ruderbruch und den Folgen gingen mir durch den Kopf, meine Hoffnung das Vorsegel möge endlich richtig einreisen, um den Druck auf das Bug zu reduzieren, erfüllte sich nur zum Teil. Was wäre, wenn mein Leben nun zu Ende gehen würde, ging mir durch den Kopf? Aufgeben geht nicht, ich war ja auch für meinen Bruder verantwortlich. Was hätte dann mein Leben für einen Sinn gehabt? Da war doch noch etwas, was ich in diesem Leben anstreben wollte. Was war es nur? Dafür weiter zu kämpfen und es war wirklich ein Kampf mit Wind, Wellen und Schiff und besonders mit mir, schien mir sinnig und stimmig. Ich gab mir selbst das Versprechen mich meiner, mir selbst und auf geistiger Ebene gewählten Aufgabe, Lebensaufgabe zu stellen. Als ich diese Entscheidung für mich innerlich getroffen hatte, wurde es deutlich leichter. Der Wind ließ nach und das Schiff war wieder besser steuerbar. Um Mitternacht liefen wir in der Marina von La Coruna ein. Geschafft, ich hatte überlebt. Inzwischen war auch mein Bruder ins Cockpit gekommen, die Seekrankheit war überwunden. 11.04.2019

 

Wie kann er das anstellen der Mann der neuen Zeit? Wie kann er mit seiner Bewusstheit sein Leben, sein Alltag bestreiten, für sich, in seiner Familie, in seiner Arbeit, mit Freunden und seinem gesamten Umfeld? Es geht immer wieder, und zwar in jedem Moment, bei jedem Atemzug um seine innere Haltung. Klar in seiner Ausrichtung, klar in seinen Gedanken und klar in seinen Handlungen beschreitet er seinen Weg, seinen Lebensweg. Er hat sich selbst mit seinem Bewusstsein zu begleiten und hat seinen Verstand dazu zu benutzen, um alle Schritte, jedes Gefühl, jede Emotion, alle Wahrnehmungen und alle Handlungen immerfort zu reflektieren. Er ist sich bewusst, in jedem Augenblick alten und noch nicht verarbeiteten oder noch nicht integrierten Denk- Wahrnehmungs-und Handlungsmustern zu begegnen und in alte Strukturen zurückfallen zu können. Seine Präsenz ist im höchsten Maße gefordert und auch notwendig auf dem Weg seine Bestimmung zu finden. Den Wunsch seiner Seele zu erfüllen und dieses auf anderer geistigen Ebene selbst gewähltes Leben in die Realisation bzw. in die irdische Materialisation zu führen. Unbeirrbar schreitet er voran und ist sich all der Fallstricke und Prüfungen bewusst, die ihm das Leben bereithält. Er ist frei in seinen Entscheidungen und im Prinzip sich selber verantwortlich, ohne Wenn und Aber. Damit verantwortet er sich auch dem Universum gegenüber und seinem gesamten Umfeld. 14.03.2019

2.1. Mann sein in jungen Jahren

Was bedeutet dies nun praktisch im Alltag, im täglichen Allerlei, im Leben des Mannes in der neuen Zeit? Nehmen wir uns mal einen sogenannten normalen Arbeitstag vor. Da stellt sich sofort die Frage, in welcher Lebensphase befindet sich der Mann. Ist er ein junger Erwachsener, ein Erwachsener im mittleren Alter oder gar ein Mann, der seinen Schaffenszenit bereits überschritten hat? Fangen wir mal mit dem jungen Erwachsenen an. So irgendwo zwischen 16/18 Jahren und 26/28 Jahren. Wie kann er in dieser Zeit sich zu einem Mann und besonders zu einem Mann der neuen Zeit hin entwickeln. Auch heute werden die jungen Leute erwachsen oder werden sie einfach nur älter, älter ohne erwachsen zu werden. Überhaupt gibt es kaum den Erwachsenen. Der Mensch wird älter, sein Körper nimmt ältere Ausdrucksformen an, was alles noch wenig bis gar nichts mit erwachsen zu tun hat. Jeder Mensch, jeder einzelne Erdenmann, jede Erdenfrau und alle irdischen Ausdrucksformen dazwischen, hat in seinem irdischen Leben die freie Wahl sich erwachsener zu entwickeln. Erwachsen sein ist ein lebenslanger und in dieser Inkarnation erst mit dem physischen Tod zu Ende gehender Entwicklungsprozess. Ja, jeder hat die freie Wahl nur älter zu werden oder zu reifen, erwachsener zu werden. Erwachsen sind wir damit in einer bestimmten Form nie. Wo uns ebenso der freie Wille gegeben ist, wir können die Entscheidung treffen zu erwachen, wach zu werden, bewusst und authentisch zu werden, wir selber zu werden, Mann zu werden, zu werden, wie wir uns mal gedacht haben. 15.03.2019

 

Bin ich erwachsener geworden? Gab es einen Zeitpunkt in meinem Leben, wo ich wach geworden bin und bin ich mir heute meiner selbst bewusst? Wie bringe ich diese Bewusstheit authentisch in meinen Alltag?

 

Ja, ich fühle mich heute erwachsener und freue mich diesen Prozess des Erwachsenwerdens weiterzuführen und mich dabei hinterfragend zu beobachten. Die nächste Frage scheint mir da schon etwas vielschichtiger in der Antwort, besser in den Antworten zu sein. Zu Beginn habe ich bereits erwähnt, als Kleinkind wohl wach gewesen zu sein. Was meine ich überhaupt mit der Aussage wach zu sein? Für mich ist wach zu sein kein Zustand, sondern ebenso ein Prozess, wie das erwachsen werden. Und er endet in diesem meinem jetzigen Erdenleben erst mit meinem letzten Atemzug. Schaue ich auf mein Leben und dem Prozess des Wacherwerdens zurück, so erkenne ich Lebenssituationen, in denen ich die Wahl hatte neue Entscheidungen im Sosein treffen zu können. Besonders 1987 wurde mein psychisches System derart durcheinander gewirbelt, dass nach Jahren immer wiederkehrender Winterdepressionen ein manischer Schub offensichtlich mir die Kontrolle über mein Denken, Wahrnehmen und teilweise auch über mein Handeln entzog. Einerseits war die Erweiterung meines Bewusstseins ein verlockendes Erleben, anderseits wehte mir die Alltagsrealität kräftig ins Gesicht. Die Schübe wiederholten sich, wurden schwächer und der zeitliche Abstand von Schub zu Schub größer. Seitdem lebe ich mein Leben mit wechselnden Zuständen, mal fühle ich mich gut und Energiegeladen, mal habe ich den Eindruck Alltagsangelegenheiten seien ein Berg, der nur schwer abzutragen oder zu überwinden ist.

Bin ich damit meiner selber bewusster geworden? Ja, eindeutig. Natürlich waren die Jahre stationärer und ambulanter Psychotherapien anfangs kein Zuckerschlecken. Heute blicke ich mit Dankbarkeit zurück, auch mit Dankbarkeit mir gegenüber die Ausdauer und Entschlossenheit aufrechterhalten zu haben und sie heute mit deutlich größerer Leichtigkeit aufrechtzuerhalten.

 

Meinen Alltag lebe ich heute immer mehr mit großer Freude und dem Gefühl, dem Wunsch meiner Seele mehr und mehr entsprechen. Ich habe den Eindruck, es kommt etwas zusammen, was zusammen gehört. Ich bin mir bewusst nur im Jetzt das Leben zu erleben, Vergangenheit ist vergangen, nur durch eine Entscheidung eventuell wiederholbar und die Zukunft ist ein Denken, ein Denken, das meiner Verantwortung und Steuerung unterliegt. Ich bin sowohl für meine Vergangenheit, meine Gegenwart und meine Zukunft verantwortlich und zwar nur ich. Weder ein Du, noch mein Umfeld haben dafür die geringste Verantwortung. 12.04.2019

Der junge Mann in der neuen Zeit braucht nicht mehr bis zur Lebensmitte zu warten, um dann seinem Leben, das in der ersten Lebenshälfte nach außen gerichtet war, eine Wendung zu geben und nach innen zu leben. Keiner von uns wird jemals irgendetwas Materielles beim Tod seines Körpers, dem Tempel seiner Seele, mitnehmen können. Erfahrungen, Erlebnisse und besonders Bewusstsein jedoch werden in die geistige Welt mitgenommen und bilden mit eine Grundlage für die nächste Inkarnation. Das nach innen leben und damit aus dem Inneren heraus im Außen zu leben, ist in der neuen Zeit einfacher, weil die junge Generation und besonders die jetzt Geborenen mit deutlich weniger Schleier und mit einem anderen Bewusstsein inkarnieren. Schauen Sie in die Augen der heutigen Kinder, welch ein klarer und wissender Blick können wir wahrnehmen. Allerdings ist damit noch nicht die Situation für den Jugendlichen anders geworden, der Übergang zum Erwachsen werden bleibt weiterhin eine Schwelle, die es zu überschreiten gilt. Neu ist, dass in der neuen Zeit dieser Übergang in einem anderen Bewusstsein geschehen kann. Sehr hilfreich diesen Übergang zu begehen, wären ähnliche Rituale, wie sie bereits vor hunderten und tausenden von Jahren in allen Völkern auf der Erde vorgenommen wurden. Ein anderes Bewusstsein ist über vermehrte Reflexion und damit höherer Authentizität möglich. Alles was wir im Außen wahrnehmen hat etwas mit uns zu tun, besonders, was wir anziehend oder abstoßend finden. Tauchen Gefühle und Emotionen in einer Situation auf, ist die Situation ein Angebot des Lebens uns weiter zu entwickeln, uns unserer selbst bewusster zu werden. Wir beginnen den Menschen zu leben, der wir wirklich sind und aus tiefstem Herzen sein wollen. 16.03.2019

 

Wann gab es in meinem Leben wichtige Punkte zum Erwachsen werden?

 

Eine wichtige Lebenssituation zu diesem Thema war ebenfalls im Jahr 1987. Im Sommer war ich mit der Diagnose Bandscheibenvorfall für einige Wochen zu Hause. In dieser Zeit war ich viel gelegen, konnte mich ja wenig rühren. Ich bat meine Mutter um Hilfe, meine Frau war ebenso voll im Beruf und ich war für Haus und Garten ausgefallen. Doch wegen der Obst und Gemüseernte hat meine Mutter abgesagt. Dieser Umstand, verbunden mit meiner häuslichen Situation ließ mich mein Verhältnis zu meiner Mutter neu ordnen. Es war meine klare Entscheidung meine Mutter als meine Mutter weiter zu sehen und gleichzeitig mich für eine neue Begrenztheit in der Verantwortung zu ihr bewusst zu werden. Mich durch mein Verhalten für ihr Wohlergehen verantwortlich zu fühlen, hatte ein Ende.

Auch 2014/15 waren wichtige Jahre für mich um erwachsener zu werden. Zum einen war es die bereits erwähnte Bootsüberführung, zum anderen trennte ich mich nach 35 Jahren Ehe von meiner Frau. Zum ersten Mal in meinem Leben wohnte ich wirklich alleine. Im Studium lebte ich immer in einer WG und anschließend mit meiner Frau zusammen. Das alleine Leben hat mich noch mehr auf mich selbst zurückgeworfen und mir wurde klar, alleine leben ist für mich als Mann von großer Bedeutung. Es ist die Zeit mich meiner selbst bewusster zu werden. 13.04.2019

Der junge Mann heute schaut, wie er zu einer Initiation zum Mann werden und Mann sein finden kann. Eigenverantwortlich, mit dem inneren Gefühl und einem Wollen und Streben nach Antworten für sein Hiersein. Er kann sich begleiten lassen von wissenden Männern und Frauen und sich für die Wahrnehmung geistiger Begleitung öffnen. Parallel und unabdingbar findet er zu seinem Herzen und geht mit offenem Herzen in seinen Alltag. Mit offenem Herzen heißt sich in Liebe dem Leben und dem Alltag zu öffnen und anzunehmen, was sich in seinem Leben zeigt und zeigen will. In hohem Maß authentisch seinen Weg findend und beschreitend geht er in ein intensives Bewusstsein und Selbstreflexion, und wie schon so oft beschrieben, alles zu seinem Wohle und zum Wohle aller. Ein sehr guter Gradmesser für seinen Weg und der Reife seines Bewusstseins ist ein inneres Gefühl von Leichtigkeit und Richtigkeit. Täglich und zu Beginn stündlich und sogar eventuell von Augenblick zu Augenblick prüft ihn sein Leben und sein Umfeld. Es ist seine Entscheidung und auch die Verantwortung für sein Denken und Handeln liegt alleinig bei dem jungen Mann. Keiner und ich wiederhole mich, keiner kann ihm und sollte ihm auch nur einen Deut von Verantwortung abnehmen. Oft kann dabei ein Gefühl von allein gelassen entstehen, wobei dieses Gefühl allein zu sein auf seinem Weg wichtig ist und er es auch aushalten und hindurchgehen kann. Er ist weder verlassen noch allein gelassen, womöglich auf der irdischen Ebene, auf der geistigen Ebene wird er stets von vielen Kräften begleitet. Er wird merken, dass sich seine Mitmenschen über kurz oder lang sich ihm in neuer Form zuwenden. Er merkt dabei, seine Bedürftigkeit hat sich verändert und er kann seinen Mitmenschen, egal wie sie ihm entgegentreten, in einer neuen Form, heilsam für ihn und heilsam für den Gegenüber begegnen. Er hat sich auf seinen Weg gemacht, sein Leben zu leben, zu leben mit all den Widrigkeiten des Alltags. Sie werfen ihn nicht mehr aus der Bahn, fest verwurzelt im Erdenbewusstsein und verbunden mit einer Standleitung zur geistigen Welt kann Lebensenergie fließen und sich in Lebendigkeit im Alltag und für den Alltag zeigen. Diese Energie fließt unaufhörlich und ist das Lebenselixier zum Offenlegen seines höchst individuellen Potentials. Angekommen bei sich und dem Leben, kann der junge Mann sich entfalten. 18.03.2019

 

Was meine ich mit  …fest verwurzelt im Erdenbewusstsein und verbunden mit einer Standleitung zur geistigen Welt…?

 

 

Mit dem Beginn meiner Weiterbildung „Medialität als Weg“ im Jahr 2011 ist mir bewusst geworden, dass ich mit der geistigen Welt verbunden bin. Seien es Geistwesen, wie Engel oder andere Wesenheiten. Heute bin ich überzeugt mit Enitäten aus anderen Bewusstseinswelten verbunden zu sein. Wahrnehmbar für mich ist dies besonders bei meinen Fragen zum Sein und Nichtsein. Meine Intuition meldet sich bei mir sehr direkt, mit leiser Stimme und immer nur ein Mal. Bei entsprechender Achtsamkeit und innerer Ruhe kann ich sie klar wahrnehmen. Auch wenn kurz danach mein Verstand sich zuschaltet und eine andere Einschätzung vornehmen will. Mein Verstand ist zuständig für die Umsetzung der Antwort im Alltag, nicht mehr und nicht weniger. Gedankenhygiene dabei zu betreiben ist für mich unerlässlich geworden. 15.04.2019

 

2.2. Mann sein im mittleren Alter

Nun ist der Mann im Leben angekommen, er hat einen Beruf erlernt, eine Familie gegründet und hat für alles Verantwortung übernommen. Er lebt überwiegend nach außen, Auto, Haus und Freizeitaktivitäten, die meist mit einem Kick verbunden sind, höher, schneller, immer mehr. Gerade im mittleren Alter wird sich das Leben eines Mannes in der neuen Zeit erheblich verändern. Der Beruf wird zur Berufung, die Familie bekommt als Grundausrichtung die Liebe zum Sein, zum Mensch und zum Mann sein und die Freizeit entwickelt sich zum frei werden im Sinne von frei sein. Sich seiner selbst bewusst, wird der Mann in dieser Lebensphase voll und ganz Verantwortung für sein Denken und Handeln übernehmen. Der Adrenalinschub durch entsprechende Aktivitäten wird uninteressant, weil der Mann auf einem anderen Energielevel schwingt und bewusst mit dem Mehr oder Weniger spielen kann. Damit bekommt auch das Kind im Mann seinen Platz und freut sich riesig am Spiel des Lebens teilhaben zu dürfen. Harmonie im Zusammenleben kehrt ein und das Getrieben sein des Mannes wird ersetzt durch ein Gefühl endlich angekommen zu sein. Er ist bei sich und im Leben und bei seinen Lieben angekommen. Machtgelüste, Manipulationen, Bedürftigkeit und unnatürliches Streben nach mehr, weichen dem Gefühl und der Körperwahrnehmung richtig zu sein, so zu sein, so wie der Mann gedacht ist und er sich gedacht hat. 19.02.2019

 

Inwieweit habe ich heute, im späteren Alter diesen Bewusstseinszustand erreicht?

 

. Harmonie im Zusammenleben kehrt ein und das Getrieben sein des Mannes wird ersetzt durch ein Gefühl endlich angekommen zu sein…

 

 

Dieses Empfinden begleitet mich heute in meinem Alltag. Besonders das Gefühl endlich angekommen zu sein, bei mir angekommen zu sein, richtig zu sein. Immer wieder spüre ich auch, wie das Getrieben zu sein mich erfassen will. Ich nehme das Gefühl wahr und es kommen mir viele Lebenssituationen und persönliche Projekte in den Sinn, die in dieses Schema bestens passen. Auch heute habe ich noch Projekte am Laufen. Jedoch begleitet mich dabei stets ein Gefühl von Dankbarkeit, auch Zuversicht und gleichzeitig das Gefühl es darf sein. Das Gefühl, ich muss die Vollendung des Projekts erreichen ist dem Gefühl gewichen, ich kann es erreichen und werde es erreichen, wenn es weiterhin zu mir passt. Ich beobachte meine aufsteigenden Emotionen und kann unterscheiden, ob sie mit altem Erleben triggern. Dabei erkenne ich Vergangenes und empfinde großes Glück für Gegenwärtiges. Gedanken für Zukünftiges sind Zukünftiges und damit noch nicht mit Gefühlen belegt, es sei denn ich verknüpfe die Gedanken der Zukunft mit Vergangenem. 16.04.2019

Im Bewusstsein der neuen Zeit kann er aus der inneren Ruhe und einer äußeren Entschlossenheit, zielgerichtet seinen Weg, seinen Lebensweg kreieren. Wie schon öfters erwähnt, zu seinem Wohl und zum Wohle aller. Traumata aus seiner Kindheit und aus früheren Inkarnationen sind geklärt und integriert, Anhaftungen erkennt er auf Grund seines anderen Bewusstseins, Wertungen und Be- und Verurteilungen entbehren jeder Notwendigkeit. In großer Freude, aus seinem Innersten heraus und sich dessen ganz bewusst, wendet sich der Mann im mittleren Alter dem Leben in seiner ganzen Fülle zu. Sei es mit Partner, mit Familie oder alleine. Der Mensch ist frei in all seinen Entscheidungen, allerdings sind im Irdischen dabei ständig Entscheidungen zu treffen. Diese Notwendigkeit bleibt. Offen dem Leben zugewandt, mit geöffnetem Herzen kommt das Leben auf den Mann zu und es bedarf dabei der Entfaltung seines männlichen Prinzips, tatkräftig sich dem Leben zu stellen. Was bedeutet mit geöffnetem Herzen? Diese Qualität ist bei allen Menschen angelegt. In der Vergangenheit ist es Frauen leichter gefallen diese Qualität zu entfalten und zu leben. Der Mann in der neuen Zeit wird sich nun mehr und mehr dieser Qualität bewusst. Mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen bedeutet allerdings auch im höchsten Maße verletzbar zu sein. Nun, auf Grund seines neuen Bewusstseins ist der Mensch, ist der Mann in der neuen Zeit sich seiner bewusst, das heißt er erkennt die Absichten des Gegenübers im energetischen Bereich und kann unterscheiden und annehmen, was sein Part und der Part des Gegenübers ist. Für seinen Part übernimmt er Verantwortung und den Part des Gegenübers belässt er bei ihm. Der Mann steht in seiner Verantwortung und lässt sich die Verantwortung niemals und von niemandem abnehmen. 20.03.2019

Stehe ich heute in meiner Verantwortung und lasse sie mir auch von niemandem abnehmen?

 

 

Eine interessante Frage. Für die Antwort gehe ich mal wieder in meinem Leben etwas zurück. Von der Theorie schien mir die Notwendigkeit, Verantwortung zu übernehmen, die zu mir gehört, seit Jahren bekannt. Nur richtig körperlich fühlen konnte ich die Zusammenhänge kaum. Vor ein paar Jahren, nach meiner Trennung habe ich mich auf den tantrischen Weg gemacht. Das Fühlen der Körperlichkeit wurde immer dringlicher. Mit den ersten besuchten Workshops und Seminaren bemerkte ich, dass die vielen Jahre der Psychotherapie jetzt ihre Fortsetzung und Integration mit dem Körper finden. Ich begann die verschiedenen Erkenntnisprozesse auch körperlich wahrzunehmen. Besonders die Themen mich verbunden fühlen, mit offenem Herzen in Begegnungen zu gehen und authentisch, ich selber zu sein, spürte ich mehr und mehr auch körperlich. Anscheinend war ich nach 6 Jahrzehnten wieder bei mir angekommen. Im Körper zu fühlen hier zu sein, richtig zu sein, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und ich spüre das Fließen von Liebe, von einer bedingungslosen Liebe des Universums. Auch stellen sich inzwischen in mir die Nackenhaare auf, wenn jemand versucht mir meine Verantwortung auch nur ansatzweise übernehmen zu wollen. Verändert hat sich dabei, dass ich mit dem Erspüren der Verantwortung emotionsfreier umgehe. 17.04.2019 

 

2.3. Mann sein im späteren Alter

Angekommen bei sich und im Sein beginnt der Mann seinen Lebenskreis zu schließen. Seiner irdischen Endlichkeit, der Endlichkeit seines irdischen Körpers bewusst, wandert der Mann mehr und mehr zwischen den Welten, zwischen den Welten seines irdischen Bewusstseins und dem Bewusstsein der geistigen Sphären, den Sphären aus denen und in denen seine sogenannte Seele den Weg beschritten hat und nun zum Ursprung zurückkehrt. Mit dem Uroboros, einer schlangenähnlichen Kreatur wurde dieser Sachverhalt bereits im alten Ägypten bildlich dargestellt. Symbolisch für das Leben, für die Seele, für die Unendlichkeit des Seins, ohne Anfang und ohne Ende. Dies ist nur eine Umschreibung, eine Annäherung, eine tangierende Beschreibung unserer Wirklichkeit. Im Prinzip fehlen uns in unserer Begrenztheit Worte und Bilder für einen Bereich, in dem es weder Wort noch Bilder bedarf, wo reine Energie fließt. Der Mensch spricht hier oft von universellen Liebe, die alles einschließt, was ist, was war und was jemals sein wird. Der Mann in der neuen Zeit ist sich dessen bewusst und beginnt aus tiefster und innigster Liebe zu sich und zu seinem Umfeld in die Unendlichkeit hineinzuleben. Der Kreis beginnt sich zu schließen. 21.03.2019

 

Lebe ich schon in die Unendlichkeit hinein?

 

 

Ja und nein. Es gibt Momente in denen ich den Eindruck habe die Unendlichkeit des Seins wahrzunehmen und es gibt Zeiten, in denen ich das Gefühl habe meilenweit davon entfernt zu sein. Und gleichzeitig fühle ich die Richtigkeit dieser Wahrnehmungen und die Zuversicht in den Prozess, der in mir seinen Lauf nimmt. Für diesen Bewusstseinsprozess brauche ich Zeit, irdische Zeit und persönliche Ausdauer. Dabei kommt mir mein Bestimmungssatz in den Sinn, mit dem ich vor über 10 Jahren bei meiner Visionssuche in die Natur gegangen bin: „Ich bin der Mann, der langsam, Schritt für Schritt sein Leben lebt.“ 17.04.2019

 

3. Mann sein im Beruf

In der neuen Zeit wird der Beruf des Mannes seiner Berufung entsprechen. Mit dem Ausleben seiner Berufung, einer tief innen liegenden Sehnsucht nach sich selbst, nach seiner Seele, kommt der Mann in Harmonie mit sich und damit sofort in Harmonie mit seinem Umfeld. In wertfreier Ruhe, in sich selbst gefunden, entfaltet der Mann mehr und mehr sein Potential. Er strahlt eine große Aufrichtigkeit, Sicherheit und Entschlossenheit aus, angekommen zu sein auf dieser Erde, bei sich angekommen zu sein, richtig zu sein, zu sein, wie er ist, wie er gedacht ist, war und sein wird. Die Ausstrahlung von seinem Ganzsein wird in seinem Umfeld wahrgenommen, ob bewusst oder unbewusst, ganz abhängig von der Bewusstheit seines Gegenübers. Menschen, ihrer Ganzheit bewusst, leben ohne der Notwendigkeit sich durch ihre Mitmenschen zu ergänzen. Das alte menschliche Prinzip der Bedürftigkeit ist einem neuen Prinzip, dem Prinzip der universellen Liebe gewichen. Der Mann denkt und handelt, fühlt und nimmt Anteil, begleitet und unterstütz seine Mitmenschen im Berufsleben und im Privatleben. Er braucht keine verschieden Rollen mehr spielen, je nachdem, wo er sich gerade befindet, spielt er seine Rolle, er spielt den Mann, der er ist. Damit wird es für den Mann in der neuen Zeit und in seinem Beruf stressfreier, freier mit sich selbst und freier im Umgang mit seinen Mitmenschen. Der Faktor Zeit wird sich allein über sein Bewusstsein relativieren. Die Beschleunigung unserer heutigen Zeit wird beginnen sich zu entschleunigen. Das Universum atmet, einer Ausdehnung folgt einer Verdichtung, entsprechend dem Ein- und Ausatmen von uns Menschen. 22.03.2019

 

Bin ich schon der Mann, der ich bin?

 

 

Auch auf diese Frage antworte ich mit ja und nein. Ich bin auf dem Weg und inzwischen ist mir klar und ich habe auch ein Gefühl dafür, dass der Weg weiterführt und kein absolutes Ziel und damit ein Ende, ein Abschluss hat. Die Unendlichkeit oder der Uroboros, die Schlange, die sich in den Schwanz beißt kommen mir dabei in den Sinn. Ich komme dem Mann näher, der ich bin. Die Facetten werden vielschichtiger und nehmen meiner Meinung nach, an Qualität zu. Der Mann, der ich bin, werde ich vermutlich erst mit meinem letzten Atemzug erkennen und damit sein. 18.04.2019

 

4. Mann sein in der Partnerschaft

Ganz bei sich angekommen, bereit sich mit offenem Visier, mit geöffnetem Herzen dem Leben, seinem Leben hingebend, ist der Mann in der neuen Zeit verbunden mit der Liebe, er ist irdische Manifestation der Liebe. Er ist bereit sich hinzugeben und zwar in erster Linie sich selbst. Der Mann öffnet sich der universellen Liebe und ist sich ihrer bewusst, in größter Achtsamkeit, Aufrichtigkeit und hohem Maß an Selbstreflexion. Er fühlt sich von der Liebe durchdrungen und voller Dankbarkeit und Authentizität begegnet er seinem Lebenspartner, gleich welchem Geschlechts. Seiner Energetisierung entsprechend tritt der Partner, die Partnerin in sein Leben. Der Mann ist frei, frei wie jedes menschliche Wesen, sich in jeder Lebenssituation für das eine oder das andere zu entscheiden. Seiner Verantwortung bewusst, lässt sich der Mann auf den Partner, auf die Partnerin ein und kreiert ein gemeinsames Leben in Fülle. Aus dem Bewusstsein der Ganzheit seines Seins beginnt er eine Ahnung der Unendlichkeit des Augenblicks zu entwickeln, verbunden mit dem Gefühl angekommen und richtig zu sein, so wie er ist. Er ist, wie er ist und das Leben beginnt sich passgenau zu entfalten. Von außen werden die Anpassungs- und Veränderungswünsche weniger und weniger, je nachdem wie nah der Mann in der neuen Zeit seinem Potential folgt und sein Potential zur Blüte bringt. Dabei ist er, wie wir alle aus den geistigen Ebenen begleitet und je nach Bereitschaft, Vertrauen und Würdigung seiner selbst, kann der Mann sich einer inneren Führung hingeben. 23.03.2019

 

Gebe ich mich schon meiner inneren Führung hin?

 

Mir fällt sofort auf, wie der Beginn meiner Antwort den vorherigen gleicht.

 

Ja und nein.

 

 

Ich bin schon immer sehr skeptisch gewesen, wenn mein Verstand nicht gefragt war. Gleichzeitig merke ich, wie richtig und gut die Antworten aus meinem Inneren sind. Es fällt mir inzwischen deutlich einfacher die jeweilige Antwort wahrzunehmen. Wichtig dabei für mich ist, die Frage erst überhaupt in mein Inneres gelangen zu lassen. Ruhe ich in mir selbst und fühle ich mich mit mir gut verbunden, kann ich die Leichtigkeit des Seins und das Sein spüren. Fragen und Antworten fließen und werden von meinem Verstand aufgenommen und wenn ich es zulasse sofort bewertet und interpretiert. 19.04.2019

 

Mann sein in der Partnerschaft und Mann sein in der neuen Zeit ist eine Rückbesinnung zum Mann sein, wie es von uns, von unseren Seelen und vom großen Ganzen vor Äonen von Jahren, aus der Unendlichkeit heraus, zur Entfaltung gebracht wurde. Die neue Qualität unserer Zeit ist das bewusste Erfassen und Begreifen des männlichen Seins, gleich in welchem Körper sich diese Männlichkeit manifestieren möchte. In hoher Selbstreflexion beschreitet der Mann seinen Weg zu sich und erkennt in seinem Sosein, den alles durchdringenden Aspekt der Liebe, der Energie, die sich in unserer Lebendigkeit ausdrückt und unser Lebenselixier ist. Die Energie der Liebe beginnt mehr und mehr zu fließen und wird bewusst oder unbewusst in dem Umfeld des liebenden Mannes wahrgenommen. In unendlicher und damit in so gut wie keiner personifizierter Liebe zu sich selbst und zu seinem Umfeld, wird der Mann in der neuen Zeit sein in ihm liegendes Potential entfalten und in seiner Ganzheit im täglichen Leben und Allerlei zum Ausdruck bringen. 24.03.2019

 

Habe ich mein in mir liegendes Potential schon entfaltet und kann ich es im täglichen Leben zum Ausdruck bringen?

 

 

Ich glaube, ich habe den Eindruck, ich bilde mir ein, nein ich weiß, dass es so ist. Potential nach oben wird es immer geben, die Unendlichkeit und Ewigkeit kennt keine Grenzen und kein Ende. 19.04.2019

 

5. Mann sein in der Sexualität

Ein heikles Thema, wann spricht denn ein Mann schon über Sexualität? Frau tut es, Mann macht es. Allerdings darüber sprechen oder gar schreiben, macht man kaum. O. K. zweiter Versuch. Die nächsten Zeilen sollen das Wesentliche aussagen, was Mann sein in der neuen Zeit und in der Sexualität ausmacht. Bisher, seit tausenden von Jahren meist triebgesteuert und die Frau, das andere Geschlecht oder auch das gleiche Geschlecht in Besitz nehmen wollend, entwickelt sich der Mann der neuen Zeit auch in diesem Bereich in ein neues, in ein anderes Bewusstsein. Ausgehend vom Bewusstsein über sich selbst und über den Sinn und Unsinn vom lebendig und Menschsein, über sein Hiersein, über das Sein auf dieser Erde, geht der Mann offenen Herzens und mit dem Bewusstsein von frei sein und unabhängig sein, in die Begegnung mit einer Frau oder in die Begegnung mit dem eigenen Geschlecht. Authentisch und verbunden im Bewusstsein der Allliebe, erinnert sich der Mann der liebevollen und tiefen Beziehung zum anderen Pol seines irdischen Seins. In welcher anderen menschlichen Begegnungsform als in der sexuellen Begegnung zweier Menschen, kann der Mann mehr über sich selbst erfahren und sich dabei seiner selbst bewusst werden? Vor, in und nach einer körperlichen Vereinigung beginnen Energien, Lebensenergien ins Fließen zu kommen, die zwischen liebenden Menschen eine Ahnung von der Unendlichkeit ihres Seins aufkommen lassen. Der Mensch kommt dabei in ein Schenken und beschenkt werden. Seine Sehnsucht nach Ganzheit und Ganzwerden transformiert sich dabei in das Bewusstsein und dem Wissen bereits ganz zu sein. 25.03.2019

 

Bin ich schon ganz? Was fühle ich dabei?

 

Die Antwort ja und nein kennen Sie bereits.

 

Die Fragen möchte ich gerne mit einer Metapher beantworten. Ganz sein und mich ganz fühlen verbinde ich schon lange mit dem Bild einer Kugel.

Zu Beginn meiner 3-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung zum Kunsttherapeuthen mit einem transpersonalen Ansatz, sollten wir uns einem frei gewählten Thema widmen und darüber eine Hausarbeit schreiben. Für mich war sofort klar, ich setze mich mit dem Thema Selbst und höheres Selbst auseinander. Meine Vorstellung dazu war, eine Kugel in einzelne Scheiben zu zerlegen ähnlich eines MRTs, um mich meinem Selbst umschreibend und beschreibend zu nähern.

Noch heute verbinde ich das Ganzsein mit der Form einer Kugel. Sie ist nie vollkommen und das Leben, unser Alltag schleift die Kugel immer besser rund. Dabei nimmt der Mantel und was ich auch immer in ihm sehen will, in seiner Dicke ab und ich nähere mich mehr und mehr meinem Kern, meinem höheren Selbst, meiner Seele. Für mich bedeutet dieses Bild der Kugel, ich bin im Prinzip schon längst ganz, nur der Mantel, der meinen Kern umhüllt verhindert, mich meiner selbst bewusst zu werden.

 

Für mich heißt es, mich zu mir durchzuschreiben, die Verhüllungen bewusst zu erfassen und eine Transformation meiner persönlichen Themen zuzulassen. 23.04.2019

 

Bereits ganz zu sein ist eine reine Frage des Bewusstseins. Vor Äonen von Jahren hat sich der Mensch als ganz wahrgenommen, er hat sich wahrgenommen und gleichzeitig war er sich dessen kaum bewusst. Er war eins mit sich und seiner Umgebung, leicht vergleichbar mit dem Leben der Menschen vor dem Sündenfall. Mit diesem Zeitpunkt ist die Menschheit übergegangen, sich ihrer bewusster zu werden. Welche Folgen diese Entscheidung hatte, können wir nachlesen und erleben sie noch heute. Es mag brutal für uns erscheinen, auf der Ebene der Geistigkeit waren die Folgen des Menschseins und Fleischwerdens gewollt. Dem Erdenbürger war und ist der freie Wille gegeben und es ist die Entscheidung jeden einzelnen Individuums, wie er seinen Weg geht. Ebenso ist es die individuelle Entscheidung des Mannes in der neuen Zeit den Weg seines Getriebenseins weiter zu verfolgen oder sich dessen bewusst zu werden und in freier Entscheidung das Miteinander in der Sexualität neu auszurichten. Der Fortpflanzungstrieb kann den Mann sehr beleben und ihm bei der Umsetzung in ein hohes Gefühl der Lebendigkeit heben. Allerdings habe ich bei mir beobachtet, dass nach der Befriedigung ein schales Gefühl zurück bleibt. Wird allerdings die geschlechtliche Vereinigung benutzt um Nähe und Verbundenheit, Hingabe und Vertrauen auszudrücken, können die Beteiligten nicht nur während des Zeitpunktes des Orgasmus, sondern über einen längeren Zeitraum, sich dem Gefühl des Ganz- und Einssein nähern. Darüber hinaus strahlt, die ins Fließen gekommene Lebensenergie der Beteiligten in den Alltag und in das Umfeld der Menschen. Sie beginnen zu erahnen, dass sich das Paradies bereits auf der Erde befindet. Es bedarf nur der Bewusstwerdung. 26.03.2019

 

Kann ich spüren wie Lebensenergie fließt und nimm ich das Paradies auf Erden wahr?

 

Mal mehr und mal weniger kann ich die Lebensenergie in meinem Alltag spüren. Wichtig scheint mir dabei meinen in mir befindlichen Beobachter zu beobachten, wahrzunehmen was er da gerade beobachtet. Ich darf mich vorsehen von der Lebensenergie überflutet oder berauscht zu werden.

 

Es mag mit meiner eigenen Lebenssituation zusammenhängen, immer öfters habe ich den Eindruck im Paradies angekommen zu sein. Mit dieser Aussage spüre ich Dankbarkeit und auch eine gewisse Ehrfürchtigkeit. Es war wohl von uns so gedacht und mit unserem freien Willen können wir dieses Bewusstsein zulassen oder es auch sein lassen, jeder für sich und ganz individuell. 25.04.2019

 

6. Mann sein in der Familie

In der Familie entwickelt sich der Mann in der neuen Zeit zum liebevollen Vater und umsorgenden und stützenden Partner der Mutter seiner Kinder. Dabei bleibt er auf seinem Lebensweg, den er unabhängig von Partner und Kindern geht, um sein Potential mehr und mehr zur Entfaltung zu bringen. Wie ich anfangs schon erwähnt habe, geht es für ihn dabei um sogenannte hehre Ziele. Dabei kann er gleichzeitig liebender Partner und Vater sein. Das eine schließt das andere nicht aus, die Familie kann der Mann der neuen Zeit in seinem Leben bewusst integrieren. Er ist sich voll seiner Verantwortung, sowohl für die Partnerschaft, wie auch für seine Kinder bewusst. Der Mann stützt und unterstützt die Familie, er ist immer für sie da. Im Besitz seines vollen Bewusstseins ist es kein Spagat mehr zwischen eigenem Lebensziel, Beruf, Partner und Familie, es ist ein harmonisches Miteinander. Durchströmt und erfüllt von der Liebe kann der Mann seinen Mann stehen. 28.03.2019

 

Wie sieht es bei mir damit aus?

 

 

Nun ja, rückblickend auf mein Leben und meine Familie würde ich heute vieles anders machen. Gleichzeitig weiß ich, ich wäre nicht da, wo ich heute bin oder zu glauben zu sein, wenn ich nicht all die Erfahrungen gemacht hätte, die ich gemacht habe. Nachkarten macht für mich wenig Sinn. Es ist Vergangenheit und ich ziehe aus dieser Vergangenheit meine Entschlüsse für das Jetztsein und für die Planungen der Zukunft. 28.04.2019

 

7. Mann sein in Freundschaften

Auch in seinen Freundschaften, besonders zu anderen Männern weicht das Kräftemessen und das so gewohnte und langsam lästige äußeres Gehabe, einer aus seiner Tiefe kommenden Liebe zum Sosein, zum Mann sein, wie er mal gedacht war. Ich wiederhole mich, sich seiner selbst bewusst und bewusst sein Leben lebend, beginnt der Mann in der neuen Zeit auch seine in ihm liegenden weiblichen Aspekte im Alltag auszuleben. Dabei wird er nicht zum Softie, nein er geht aufrecht und bewusst seinen Lebensweg, den Weg eines bewusst gewordenen Mannes. 29.03.2019

 

Ist das Kräftemessen mit Männern noch ein Thema für mich?

 

 

Es ist unterschiedlich. Je nach Begegnung kann ich heute bewusst in dieses sich gegenseitig messen gehen, was auch eine Qualität hat. In anderen Begegnungen habe ich den Eindruck, dass es von der Bewusstheit des Gegenübers abhängig ist. Hat der Gegenüber ein gewisses Maß an Bewusstheit erlangt geht der Sinn des Kräftemessens verloren und eine Gemeinschaftlichkeit beginnt sich zu entwickeln. Auch beobachte ich an mir, dass es mir oft keinen Spaß mehr macht, mich auf dieses alte Spiel einzulassen. 30.04.2019

 

Was meine ich mit der Aussage, der Mann der neuen Zeit wird seine, in ihm liegende weiblichen Aspekte ausleben? Sich selber immer mehr bewusst werdend, nimmt der Mann  seine weiblichen Komponenten bewusster wahr. Er kann die Weichheit des weiblichen Seins in seine Aufrichtigkeit, Klarheit und Zielorientiertheit integrieren. Sich der universellen Liebe und Liebesfähigkeit bewusst, begegnet er seinem Umfeld mit einer ganzheitlichen Qualität. Der Mann neben ihm und auch sein Freund sind Verbündete in dieser Qualität und beginnen sie in ihrem Umfeld zu manifestieren. Mit der bewusst wahrgenommenen weiblichen Seite kann der Mann die Ganzheitlichkeit seines Denkens und Handels erkennen und in seinem Alltag umsetzen. Das alles nimmt ihm in keiner Weise sein Mannsein, es macht sein Mannsein erst im vollem Umfang möglich. Von seinem Umfeld wird er als liebender Mann, als handelnder Mann zu seinem Wohle, zum Wohle seiner Partner, Familie und zum Wohle all seiner Freunde und Bekannten wahrgenommen. Das in ihm liegende Konkurrenzdenken und die seit Jahrtausenden gelebten Machtspiele, nur der Stärkste darf die Herde führen, weichen einem Miteinander, weichen dem Bewusstsein im Grunde ja doch eins zu sein. Wir sind verbunden mit jedem und mit allem und werden uns dessen in der neuen Zeit mehr und mehr bewusst. Dazu bedarf es Mut, Entschlossenheit und einer Entscheidung. Es bedarf immer einer Entscheidung, wenn ich an eine Schwelle im Leben gelangt bin. Lasse ich mich auf das Unbekannte ein oder verweile ich lieber weiter in meiner so mühevoll erreichten Komfortzone. Es ist eine Entscheidung, die jeder Einzelne nur für sich, und ich möchte dies besonders betonen, wirklich nur für sich treffen kann. 02.04.2019

 

Wie gehe ich heute mit Schwellen in meinem Leben um?

 

 

Rückblickend erkenne ich in meinem vergangenen irdischen Leben als Hermann Josef, dass ich oft, sehr oft Schwellen die zu überschreiten waren, unerkannt neben mir hab liegen lassen. Sie kamen dann in anderen Formen wieder zutage und wurden irgendwann auch von mir erkannt und überschritten. Heute nehme ich meist wahr, wenn es gilt einen neuen Schritt in das offensichtlich mir Unbekannte zu wagen. Die Komfortzone beginnt sich deutlich auszubreiten und heute geht es für mich um das Urvertrauen in mein Sein, in mein Sosein. Ich bin der, der ich bin und ich bin richtig, so wie ich bin. 01.05.2019

 

8. Der Ursprung allen Seins

Der Ursprung allen Seins ist die Kraft, ist die Energie, ist das Fließen von Liebe. Dabei geht es überhaupt nicht um eine persönliche Liebe. Eine persönliche Liebe ist aus dem Ursprung der Liebe kommend, eine natürliche Folge im Menschsein und im irdischen Sein als Möglichkeit auch so vorgesehen. Gleichzeitig kann der Mensch und hier der Mann in einer persönlichen Liebe die Ahnung einer größeren Kraft in sich spüren und das Gefühl dafür in einer liebenden Beziehung leben. Die Liebe zwischen Menschen lässt jeden Einzelnen von uns Vertrautheit und Verbundenheit erahnen, fühlen und leben. In der Liebe und ich spreche jetzt von der allumfassenden und alles einschließende universellen Liebe, wird nichts und ich betone absolut nichts ausgeschlossen oder abgesondert. Alles Negative, alles Positive, das Gestern, das Heute und das Morgen gehören zu uns und wollen gesehen, integriert und ins volle Bewusstsein geholt werden. Die Bewertung einer Situation, die Bewertung eines Umstandes, die Bewertung von unseren Gefühlen und Emotionen beruht auf ein rein menschlich-irdisches Bewusstsein. Dieses Bewusstsein gilt es zu erweitern und in eine Allliebe zu transformieren. Dazu ist jeder Einzelne unter uns mit einem freien Willen ausgestattet. Das ist das Spiel, auf das wir uns im Hiersein eingelassen haben. 

 

Es sind Entscheidungen notwendig gewesen in meinem Leben, ich habe Schwellen überschritten, Schwellen, die ich auch wieder zurückgehen konnte. Auch befand ich mich immer wieder vor Schwellen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass es hier kein Zurück mehr geben kann. Für mich war es ein Balanceakt auf Messers Schneide, die inzwischen deutlich breiter geworden ist. Auch ist die Angst vor einem Absturz gewichen und ich fühle immer öfters und länger ein Vertrauen in das Hiersein, gleichwohl was es gebracht hat und noch bringen wird. Mit dem Gefühl des Vertrauens wächst bei mir das Gefühl der Dankbarkeit und es ist mir eine große Freude mit offenem Herzen mein Leben zu leben.  03.04.2019

 

9. Die Schöpferkraft im Manne

 

Die Schöpferkraft im Manne unterscheidet sich in keiner Weise von der Schöpferkraft der Frau oder anderer menschlicher Wesen. Diese Kraft, der Ursprung für unser Hiersein ist im menschlichen Sein, im Leben eines jeden Einzelnen angelegt. Die Verantwortung für sein Denken, Fühlen und Handeln liegt jedem Menschen selbst zu Grunde. Es liegt in seiner Verantwortung und seinem freien Willen sich seiner Schöpferkraft bewusst zu werden, um anschließend mit großer Achtsamkeit und auch Entschlossenheit die volle Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen. Unbeeinflusst von all den Widrigkeiten des Alltags und den Einflüssen seiner Umgebung geht der Mann der neuen Zeit seinen Weg, seinen individuellen und persönlichen Weg. Dieser Weg führt ihn ins Nichts und in Alles, womit wir wieder am Anfang wären. Die Schlange beißt sich selbst in den Schwanz. Wir sind aus der Einheit gefallen und kehren zur Einheit zurück, egal ob wir wollen oder nicht, ob heute, morgen oder in Äonen von Jahren. Zeit ist ein Konstrukt des menschlichen Geistes, die Seele ist zeitlos und nur der Unendlichkeit unterworfen. Und wer weiß schon, ob dies alles eventuell auch nur ein Konstrukt unseres Geistes ist. Die Übergänge sind fließend und jeder Leser hat hierzu seine eigenen Gedanken und das ist gut so, sogar sehr gut. 15.04.2019

Hermann Josef Kuhn

 

"Selbstbildnis" 2011

Muschelkalkstein "Pietro  Leccese"

(28 cm x 29 cm x 50 cm)

"Atelier Jo"

Jean-Paul-Str. 11

D-95444 Bayreuth

"LA STUPPA"

Via per Cheggio 5

I-28821 Cannero Riviera