Die neue Zeit

"Villasimius" Sardinien 2017
"Villasimius" Sardinien 2017
"UNGEDULD" Bad Kissingen 2005
"UNGEDULD" Bad Kissingen 2005

Gedanken zum Sein und zur neuen Zeit

Was ist schon Zeit? Zeit ist eine äußere Bedingung für unser Leben auf der Erde. Sie ist eine Erfindung des Geistes und eine Realität im menschlichen Sein. Das menschliche Bewusstsein, das sich über Jahrtausende auf der Erde entwickelt hat, ist nun an einer neuen, weiteren Schwelle angelangt und wechselt in eine neue Zeit. Die Veränderungen kommen schleichend und es ist, wie wenn Schleier sich lüften und eine neue Wahrnehmung mehr und mehr sichtbar wird. Gleichzeitig legt sich auch ein Teppich auf das alte Bewusstsein.

 

Beide Bewusstseinsformen bestehen nebeneinander. Es ist meine freie Entscheidung diese Art der Transformation zuzulassen und mitzugehen, mitzugestalten, was werden soll und werden will. Ich bin zuversichtlich, auch wenn bei mir immer wieder Ängste hochsteigen, sie gehören nun mal zu meinem Sein. Was sollen jedoch in Zukunft noch Ängste hochsteigen, wenn ich spüren kann, was ich schon weiß. Alles wurde auch von mir, von mir selbst auf anderen Ebenen vorbereitet und die Samen sind gesät und die Früchte gehen auf, heute, morgen oder irgendwann. Was spielt da Zeit für eine Rolle, es ist ein Prozess, ein Prozess der fortwährenden Veränderung und Weiterentwicklung, zeitunabhängig.

 

Der Aspekt der Zeit ist, wie anfangs erwähnt, auch nur eine Erfindung des Geistes für menschliches Sein. Was ist dieses menschliche Sein, dieses „ich bin“, ich bin in meinem Körper. Wer ist dieses Ich, wer oder was ist der Körper, mein Körper, mein Tempel, meine Seele. Mit der Seele bin auf den Kern meines Seins gestoßen, der Seele oder wie sie auch sonst noch bezeichnet werden kann. Wissenschaftlich noch nicht nachweisbar, doch ich bin diesbezüglich sehr zuversichtlich. Es gab eine Zeit, da war der höchste Bildungsstand auch der Auffassung, die Erde ist eine Scheibe und alles dreht sich um sie herum. Was ist nun meine Seele, die Seele jedes Einzelnen, von jedem Lebewesen und wer weiß, vielleicht ist auch Materie, wie der Stein, das Sandkorn beseelt. Alles nur eine Frage der Sichtweise und des Verständnisses. Ich bleibe mal bei der Seele von mir. Da ist etwas Unendliches, etwas was schon vor meinem Körper existiert hat und auch noch danach existieren wird. Nur wie will ich etwas beschreiben, das Unendlich ist, ich, der in der Polarität lebt, wo scheinbar alles ein Anfang und ein Ende hat, wo Worte mehr ausschließen als einschließen. Das ist schon ein Dilemma für mich, ich will etwas fassen, fassbar machen, was offensichtlich außerhalb meines Fassungsvermögens existiert.

 

Vielleicht ist es vergleichbar mit der veganen Bewegung. Die Veganer verwenden alte Begriffe und Bezeichnungen für ihre Lebensmittel, vegane Würstchen, veganes Lachsfilet und so weiter. Werden ihnen irgendwann neue Bezeichnungen und neue Geschmäcker einfallen oder bleiben sie bei den alten Vorstellungen und geben nur den Stempel vegane Herstellung auf die Produkte? Vergleichbar mit der neuen Zeit, bleibe ich bei unseren Begriffen, wie Liebe, Achtsamkeit und Vertrauen und belege sie mit neuen Inhalten oder finden wir neue Begriffe? Dies alles ist wenig wichtig, alles eine Ansichts- und Definitionssache. Wichtig ist das Inhaltliche. Was bedeuten für mich in der neuen Zeit Vertrauen, Liebe und Achtsamkeit und all die anderen wichtigen Begriffe des Lebens, wie werde ich sie ausfüllen? Es ist, es liegt in der Freiheit von mir, mich in der Polarität auf Erden für das eine oder andere zu entscheiden. Egal wie ich mich entscheide, das kosmische Spiel geht weiter und das einzige Feste ist, das Spiel ist nicht zu stoppen. Nur die Regeln und das Verhalten können geändert werden. Es ist meine Verantwortung, wie ich damit umgehe.

 

Was will ich schreiben, was will ich zum Ausdruck bringen. Nichts Wichtiges und für mich doch von großer Bedeutung. Es ist mein freier Wille. Ich weiß, egal für was ich mich entscheide, das Wohlwollen von geistiger Seite ist mir gewiss. Natürlich gibt es einen Plan für die Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins. Und auch ich, jeder Seelenanteil von mir hat bei der Planung mitgewirkt und wirkt weiter, immerfort. Falsch machen kann ich überhaupt nichts, die Wertung richtig und falsch gibt es auf geistiger Ebene nicht. Es war die Idee der Schöpfung, einen Platz zu schaffen auf dem das kosmische Spiel unter Verschleierung der absoluten Wahrheit gespielt werden kann. Ich kann bei der Beschreibung nur auf meinen derzeitigen Wortschatz zugreifen und der kann das Ganze nur mit seinen begrenzten und begrenzenden Worten tangieren. Und wenn ich alles auf einen Schlag erkennen würde, könnte ich leicht verrückt werden, mich selbst aus den Angeln heben, die Bodenhaftung verlieren. Der Alltag, mein Alltag ist das Wichtigste für mich. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als das neue Bewusstsein, was ja eigentlich gleichzeitig ein Uraltes ist, in den Alltag zu integrieren. Hört sich ganz einfach an, nur wer sich der Glücksmomente in der Allverbundenheit schon bewusst geworden ist, kann ahnen, was es bedeutet diese Momente aneinander zu reihen und noch dabei im Alltag zu funktionieren. 14.02.2019

Überschwemmen mich dabei die Glücksmomente? Ja und nein. Erfasse ich das Gefühl des Glücks zu sehr mit dem Ego, kann ich zu unüberlegten Handlungen neigen. Werden die Glücksgefühle jedoch von einem gesunden Ich wahrgenommen, werden sie in größtmöglicher Achtsamkeit von mir nicht auf etwas nach außen projiziert, sondern als von innen, von ganz tief innen kommend von mir wahrgenommen. Das Tor ist offen, um Momente an Momente zu reihen, wahrzunehmen und den Alltag unvermindert weiterzuleben. Dabei ist es völlig egal, was im Außen gerade geschieht, schöne Dinge, unschöne, die Wertung fällt weg. Es ist ein Leben im Einklang mit mir selbst, der Umgebung und dem gesamten Universum. Ich habe die freie Wahl. Für das Universum ist es unwichtig, ob ich dies heute, morgen oder übermorgen oder in tausenden von Jahren erlebe. Ein Zeitfenster ist offen und ich bin zuversichtlich und auch viele andere haben bereits das Gespür, eine Ahnung und zum Teil auch das Wissen, dass diese Möglichkeit nun wieder als eine der Möglichkeiten uns allen zur Verfügung steht. Ich werde mir mehr und mehr diesem kosmischen Spiel bewusst, wo ich nicht nur Spielfigur bin, sondern meinen Lebensfilm mitgeschrieben habe und nun die Freiheit habe, bewusster meinen Lebensfilm weiterzuschreiben, zu leben und zu erleben.

 

Ja, ob ich es glaube oder nicht glaube, ich bin Schöpfer meiner selbst. Nicht mehr und nicht weniger. Dies erscheint mir als große, zu große Verantwortung. Nun ich habe den freien Willen auf Erden. So war es gedacht und ich als Seele und Teil des großen Ganzen bin dabei, das Bewusstsein zu erweitern und mit all meinen Erkenntnissen in die Einheit, dem All-Sein zurückzukehren, nach Hause zu kommen, dorthin zu gehen, wo ich hergekommen bin. Es geht nun darum mich diesem Bewusstsein willentlich zu öffnen, zu öffnen ohne wenn und aber. In der neuen Zeit habe ich die volle Verantwortung für alles was ist und sein wird. Es wird auch keine Geheimnisse mehr geben können, nicht die kleinste „Sünde“ wird vertuscht werden können. Verantwortlichkeit für das Sein und das Werden liegen bei mir, es gibt kein Verstecken mehr vor mir selbst. Damit könnte ich beginnen, hinzuschauen, zu schauen ohne rosarote Brille, ohne Leid und Schuldzuweisungen, noch nicht mal an mich selbst. Es ist und es war mein freier Wille und ohne allem Erlebten und Gelebten würden ich heute an dieser Schwelle nicht stehen.

 

Nun, was ist das für eine Schwelle? Wie stelle ich sie mir vor? Wie kann ich sie überschreiten? Dafür gibt es kein Rezept. Mit über 7 Milliarden Menschen z. Z. auf der Erde gibt es über 7 Milliarden Rezepte. Sowohl die Schwelle, als auch das Überschreiten ist und bleibt eine individuelle Angelegenheit. Es liegt an mir, mich zu dieser Schwelle hinzubewegen, es sind, wenn ich genauer hinschaue einige Schwellen, die ich zu überschreiten habe. Die Anzahl der Schwellen und die Höhe der Schwellen sind sehr unterschiedlich. Und wie ich eingangs schon erwähnten haben, meine Seele hat jede Zeit der Welt, ich arbeite mich dahin und als Mensch habe ich die freie Wahl die Schwellen in dieser Inkarnation, in der nächsten oder übernächsten oder in Äonen von Jahren zu überschreiten. In unserer jetzigen Zeit scheint mir allerdings das Fenster weit geöffnet und eine Leichtigkeit gegeben diese Schritte zu gehen.

 

Es gibt keinen Königsweg. Der Weg in die Einheit, zurück in die Einheit ist absolut individuell. Dabei geht es um Bewusstsein und um Bewusstheit.  Sozusagen geht es um bewusstes Denken und Handeln. Ich bin oder ich werde all meiner Gedanken bewusst. Als Bild stelle ich mir vor, ich stehe neben mir und beobachtet gleichzeitig, was ich so denke, wie ich handele und agiere. Und auch dabei gibt es kein Rezept, das mir irgendwer ausstellt und ich dann nur noch den Anweisungen folgen brauche. Es gibt eine Instanz in mir, die mich begleiten und unterstützen kann. Die Begleitung und Unterstützung in mir gibt allerdings auch nicht die Richtung vor, in die ich mich hinbewegen will. Ich kenne inzwischen viele Wege, die einen sind länger und steiniger, die anderen kürzer und eventuell noch steiniger. Jede auch nur erdenkliche Konstellation ist möglich, ich mache sie möglich.

 

Was heißt das, ich mache sie möglich. Ich bin Spieler und Spielfigur gleichzeitig in diesem so faszinierenden kosmischen Spiel. Ich kann es mit den neuen Entwicklungen im Bereich der Filme und Videos vergleichen, als wenn ich mich als Zuschauer in das Spiel einlogge, als Mitspieler und nicht nur als Zuschauer, das Geschehen mitgestalte und dann noch mit vollem Zuspruch des Regisseurs rechnen kann. Sozusagen ist alles möglich, Irrwege mit eingeschlossen. Wobei Irrwege nur von mir als Mensch als Irrwege bewertet werden. Der Kosmos hat Zeit, denn Zeit ist, wie anfangs beschrieben nur irdisch. Es geht um den Prozess des Erkennens, des Erkennens meiner selbst und damit Verantwortung zu übernehmen für mein Denken und Handeln. Nichts ist besser oder schlechter, alles ist. Mit den Gedanken und den Handlungen beeinflusse ich das Spiel des Lebens, mein Leben und das Leben in meiner Umgebung im Nahen und auch im Fernen. Es geht für mich nicht darum der Gutmensch zu sein, es geht mir darum die volle persönliche Verantwortung für alles was war, was ist und sein wird, zu übernehmen.15.02.2019

Hermann Josef Kuhn

 

"Selbstbildnis" 2011

Muschelkalkstein "Pietro  Leccese"

(28 cm x 29 cm x 50 cm)

"Atelier Jo"

Jean-Paul-Str. 11

D-95444 Bayreuth

"LA STUPPA"

Via per Cheggio 5

I-28821 Cannero Riviera